Waschmaschine entkalken

Waschmaschine entkalken – Tipps und Tricks

Wie du deine Waschmaschine entkalken kannst und wie nicht

Waschmaschine entkalken? Ist das nötig? Wer seine Waschmaschine liebt und so lange wie möglich seine Freude an ihr haben möchte, der sollte sie gut pflegen. Neben einer richtigen Nutzung sollte man seine Maschine auch ab und einmal ordentlich von außen und innen reinigen und somit Schmutz, Kalk und Flusen entfernen. Eine Waschmaschine zu reinigen, klingt zunächst einmal komisch, da eine Waschmaschine doch selber saubermachen soll. Doch obwohl, oder besser, gerade weil die Waschmaschine regelmäßig mit Wasser in Kontakt kommt, ist es wichtig, dass sie ab und an einmal gereinigt und insbesondere entkalkt wird. Der bekannte Werbeslogan, wonach Waschmaschinen mit einem Entkalker länger leben, ist nicht nur eine Marketingstrategie, sondern entspricht durchaus der Wahrheit. Doch warum muss man eine Waschmaschine regelmäßig entkalken und mit welcher Entkalker eignet sich am besten dafür?

Warum verkalken Waschmaschinen?

Auf jedem Gerät, das regelmäßig mit Wasser zu tun hat, setzt sich nach einer Weile Kalk ab. Denn Kalk ist in jedem nicht-destillierten Wasser enthalten und bleibt bei der Verdunstung von Wasser meistens übrig. Die chemische Bezeichnung für den Kalk ist Calciumcarbonat und besteht aus Calcium, Kohlenstoff und Sauerstoff. In jedem Wasser befindet sich jedoch das wasserlösliche Calciumhydrogencarbonat. Wird das Wasser nun erwärmt, wie es bei der Waschmaschine regelmäßig vorkommt, oder verdunstet das Wasser, so löst sich das Kohlendioxid und es bleibt das wasserunlösliche Calciumcarbonat (Kalk) übrig, welches sich absetzt. Kommt nun ein Gerät ständig mit Wasser in Kontakt, so setzt sich nach und nach immer mehr Kalk an den Einzelteilen ab, sofern diese nicht regelmäßig sauber gemacht werden. Dieser Kalk ist meistens in kristall-pulvriger Form als weiße bis graue Schicht, die sich aber der Farbe des Untergrundes anpasst zu beobachten. Je härter das Wasser, desto schneller können Waschmaschinen verkalken, weil sich der Härtegrad nach dem Kalkgehalt von Wasser richtet.

Warum muss man eine Waschmaschine entkalken?

Bei der Waschmaschine sind alle Einzelteile von der Verkalkung betroffen, die regelmäßig mit Wasser und Wärme in Kontakt treten. Dazu zählen nicht nur die Trommel, sondern auch die Schläuche und der Heizstab der Wassermaschine, denn dieser erwärmt das Waschwasser auf die benötigte Temperatur hoch. Bei regelmäßiger Nutzung setzt sich Stück für Stück Kalk auf dem Heizstab und in den Rohren ab. Aus gesundheitlicher Perspektive ist dieser Kalk unbedenklich und nicht gesundheitsschädigend, wenn er in Kontakt mit der Wäsche kommt. Allerdings sind die Kalkablagerungen schädlich für die Schläuche der Waschmaschine und für den Heizstab und können chemische Reaktionen hervorrufen, die zu porösen Schläuchen führen und Lecks verursachen.

Zudem verbraucht eine Waschmaschine mit einem verkalkten Heizstab mehr Energie, sodass der Stromverbrauch ansteigt. Bereist eine Kalkschicht von nur 5 Millimeter verursacht einen Mehrverbrauch an Energie von rund 30 Prozent. Ein verkalkter Heizstab braucht länger, um das Wasser zu erwärmen. Die Waschmaschine muss also viel mehr Leistung aufbringen und könnte somit auch schneller verschleißen. Ein regelmäßiges Entkalken beugt also verschiedene Schäden an der Waschmaschine vor.

Waschmaschine entkalken: Welcher Entkalker ist der Beste?

Nahezu jede Reinigungsmarke stellt mittlerweile spezielle Entkalker für Waschmaschinen her. Nicht alle Entkalker sind jedoch für jede Maschine geeignet. Bei Unklarheiten sollte man immer den Hersteller kontaktieren, da sonst die Gefahr besteht kleinere Teile in der Maschine mit einem zu starken Entkalker zu zerstören.

Entkalker gibt es in unterschiedlichen Stärken und Formen. Die klassischen Entkalker sind Tabs, die eine mittlere Stärke haben und den Kalk durch eine Sprudelwirkung lösen. Sie besitzen nur in einem geringen Maß eine Säure, die hartnäckigen Kalk löst. Daneben gibt es auch flüssige Entkalker, welche man einfach wie flüssiges Waschmittel dosiert und mit denen man mit einem Waschleerlauf die Waschmaschine entkalkt. Einige Studien besagen, das flüssige Entkalker zu bevorzugen sind, da diese sich besser und gleichmäßiger in der Waschmaschine verteilen. Stärkere Entkalker sind besonders bei Maschinen, die mit sehr hartem Wasser waschen, zu verwenden. In Gebieten mit weichem Wasser sind diese überflüssige Umweltverschmutzer.

Waschmaschine entkalken: Darf man auch Zitronensaft oder Essig zur Reinigung nehmen?

Theoretisch kann man seine Waschmaschine auch mit Zitronensaft oder Essig reinigen, weil Kalk stark basisch ist und Säuren diesen gut lösen. Allerdings besteht bei Zitronensäure die Gefahr, dass sich unter Einfluss von Wärme das schwerlösliche Calciumcitrat bildet, welches genau das gegenteilige Ergebnis vom Entkalken verursacht. Zudem könnten die Säuren kleinere, empfindliche Teile der Maschine angreifen, wodurch es zu Lecks oder Ausfällen kommen kann. Auf Dauer schaden die Säuren auch die Gummischläuche und Gummiabdichtungen der Waschmaschine. Der Vorteil von Zitronen- und Essigsäuren besteht in ihrem umweltfreundlichen Charakter. Diese Haushaltssäuren sollten also nur stark verdünnt und dann lieber häufiger verwendet werden, um keine Kleinteile zu beschädigen. Der Vorteil von Entkalkern ist, dass hauptsächlich durch ihre Sprudelwirkung entkalken und nur wenig Säure besitzen.

Fazit: Wie oft soll man seine Waschmaschine entkalken?

Wie oft eine Waschmaschine entkalkt werden sollte, hängt von dem Härtegrad des Wassers ab. Ist der Härtegrad unter 4, so handelte es sich um weiches Wasser und die Waschmaschine braucht nur 2 Mal im Jahr entkalkt werden. Bei harten Wassern sollte sie einmal im Monat entkalkt werden. Eventuell kann man auch einmal die Woche eine Kalktablette mit in die Wäsche tun.

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