Waschen im Sommer - Gib Schweißflecken keine Chance

Waschen im Sommer

Waschen im Sommer – Schweißgeruch in der Nase vermeiden

Es ist schon so weit. Die Sonne scheint nach einem langen Winter strahlend hell vom Himmel. Die gute Laune kommt wieder hervor und man verbringt mehr Zeit an der frischen Luft. Endlich kann man wieder Eis essen gehen, seine Zeit mit dem Flanieren in der Stadt oder bei warmen Temperaturen beim Bummeln verbringen. Viele kennen es aber auch, dass man gerade im Sommer anfängt leicht zu schwitzen. Ich schwitze schon bei der kleinsten Bewegung und so habe ich einige Tipps für das Waschen im Sommer für dich recherchiert.

Der Schweißgeruch – gefürchtet aber normal

Es gibt viele Situationen bei denen man ins Schwitzen gerät. Wenn man aufgeregt ist, wie vor Prüfungen oder dem ersten Date. Aber gerade bei Wärme, in der Sonne oder beim Sport reagiert unser Körper mit dem Schwitzen.

Das ist völlig normal, denn der Körper kühlt das System runter und schützt uns so vor Überhitzung. Trinken kühler – nicht kalter – Saftschorlen kann zudem für Linderung sorgen. Ebenso hilft mir besonders, die Handgelenke immer abwechselnd links, dann rechts unter kaltem laufendem Wasser zu halten. Man merkt sofort die Linderung.

Aber wenn man abkühlt bleibt immer noch eine unangenehme Sache übrig. Es ist dieser süße, mal scharfe, mal zum Erbrechen ekelhafte Schweißgeruch. Ich persönlich bin da immer sehr empfindlich, obwohl ich das Glück habe, selten eigenen Schweißgeruch zu produzieren. Leider ist das mit dem Schwitzen nicht so.

Aber warum riecht Schweiß so, wie er riecht.

Grundsätzlich ist frischer Schweiß geruchsneutral. Der Körper sondern Flüssigkeit in Form von Wasser aus mit dem Ziel die Körpertemperatur durch Verdunstung runterzuregeln. Das nennt man Thermoregulation. Soweit so gut.

Doch kann kommen Bakterien ins Spiel, die auf der Haut und in der Kleidung sitzen. Vorweg, das ist normal. Allerdings, werden die Bakterien mit dem Kontakt zum Schweiß aktiv und es entsteht der typische Schweißgeruch, als Folge von Stoffwechselprozessen. Aber wehe, man denkt jetzt, dass derjenige, der mehr riecht, weniger hygienisch ist.

 

Schweißgeruch nach Wäsche

Tatsächlich hängt es davon ab, welche Kleidung man im Sommer trägt, da diese Einfluss auf die Schweißbildung, aber vor allem auf den Geruch hat.

Der Tipp man solle im Sommer vor allem Leinen und Baumwolle tragen kommt nicht von ungefähr. Denn Baumwolle und reine Wolle saugen die entstehende Feuchtigkeit sehr gut auf und leiten Sie in das Stoffinnere. Die Faser quillt wie ein Schwamm auf . Der Schweiß wird bildlich gesprochen eingehüllt. Bakterien kommen daher nicht so gut mit der Feuchtigkeit in Kontakt und der Geruch bleibt meist aus. Zumindest ist er nicht mehr so stark. Stoffe aus Wolle werden außerdem antimikrobielle Eigenschaften zugesagt, die ebenfalls dabei helfen.

Das Prinzip von Leinenstoffen ist anders, denn diese Stoffe sind so locker gewebt, das sie sehr gut luftdurchlässig sind und so die Verdunstung des Schweißes beschleunigen, so dass der Schweiß nicht lange auf der bleibt.

Im Gegensatz zur Baumwolle, sollte man auf Kunstfasern verzichten. Nicht nur, das es darunter unerträglich heiß werden kann, sondern erzeugen diese Stoffe schneller den gefürchteten Schweißgeruch. Warum? Ganz einfach: Kunstfasern wie Viskose nehmen aufgrund ihrer Beschaffenheit einfach keine Feuchtigkeit auf, so dass die Feuchtigkeit auf der Haut steht und schnell mit den Bakterien in Kontakt kommt. Diese werden dann aktiv und es entstehen die Gerüche.

Richtig Waschen gegen Schweiß

Wenn wir dem Schweiß den Kampf ansagen wollen, dann muss das erste Ziel sein, die Bakterien und Keime loszuwerden. Dies können wir, indem wir bei hohen Waschtemperarturen ab 60° Waschen. Einfach nur mal Auffrischen funktioniert nicht. Generell kann man bei kleinen Schweißflecken mit 40° waschen, Haushaltsexperten raten aber bei größeren Flecken und zur Desinfektion zur 60° Wäsche.

Es gibt aber ein Aber! Viele Waschmaschinen erreichen die 60° Grad nämlich gar nicht.

Exkurs: Sinnersche Kreis

Nach dem Sinnerschen Kreis hängt die Waschwirkung von der Wirkung des Waschmittels, der Mechanik der Waschtrommel sowie von Zeit und Temperatur ab. Weil mehr Waschmittel bzw. Chemie nicht gewollt ist und die Mechanik der Waschmaschine wegen der langen Haltbarkeit der Waschmaschine ebenfalls nicht unnötig in Anspruch genommen werden soll, können Hersteller nur an den letzten beiden Stellschrauben drehen: der Zeit und der Temperatur. Um also Energie zu sparen und dabei eine maximal gute Waschwirkung zu erzielen, wird mit weniger Temperatur und eben länger gewaschen.

Es schadet nicht das im Hinterkopf zu behalten, wenn die Wäsche nach dem Waschgang immer noch mufft.

Wäsche riecht nach dem Waschen noch nach Schweiß?

Wenn die Wäsche nach dem Waschen immer noch nach Schweiß riecht, sind einfach noch Bakterien übrig geblieben, die weiter ihren Dunst verbreiten. Einige Hersteller bieten daher von vorneherein Extra Optionen, die man zur Wäsche hinzuschalten sollte. So Miele mit seinen „Hygiene“ Programmen oder Siemens mit dem „speedPerfect“ Programm.

Es ist gerade bei warmen Tagen wichtig bei 60° Grad zu waschen,  weil die Dauerwäsche mit 40° dafür sorgt, dass noch kontaminierte Kleidung direkt weiter und noch stärker muffelt als zuvor. Klar, denn die Bakterien legen wieder mit ihrem Stoffwechsel los und produzieren munter weiter den Schweißgeruch.

Wer darauf besteht mit weniger als 60° zu waschen, dem können diese Maßnahmen vielleicht weiterhelfen.

Bevor es mit dem Waschen losgeht: Vorarbeit

Das wichtigste ist immer die Waschmaschinen-Hygiene. Gerade wer wie wir in den nicht so warmen Jahreszeiten mit 40° Grad wäscht, sollte wenigstens einmal im Monat die eigene Waschmaschine mit 60° durchlaufen lassen. Das hilft dabei eingenistete Bakterien zu entfernen. Zudem sollte man auf eine saubere Waschmaschine achten. Das Waschmittelfach sollte sauber und möglichst keine Schimmelspuren enthalten. Die Gummilippen an der Tür und die Tür selbst sollten sauber und bei Bedarf gereinigt werden. Nach dem Waschen hilft es auch die Waschtrommel ein Stück weit aufzulassen, damit die feuchtwarme Luft entweichen kann – im Übrigen ein guter Nährboden für Bakterien.

Man sollte daran denken, dass das Gerät, das eine saubere Kleidung sicherstellen soll, selbst in einem gepflegten Zustand ist.

Die Vorbehandlung der Wäsche ist auch wichtig. Bei Schweißflecken hilft es mit Gallseife und einer Bürste anzurücken. Gallseife ist ein Naturprodukt – darin steckt Rindergalle und die gute alte Kernseife. Man benetzt den Fleck und arbeitet die Seife mit der Bürste in den Fleck. Damit haben Flecken keine Chance mehr. Ist nicht so schöne Arbeit. Aber es lohnt sich, bei sehr hochwertiger Kleidung.

Hier bereits einige sinnvolle Produkte:

 

Bevor es mit dem Waschen losgeht: Waschmittel

Das Geheimmittel ist die Verwendung von Vollwaschmittel mit Bleiche. Dabei wirkt die Bleiche gegen die Keime, kann aber bunte Stoffe relativ schnell ausbleichen, was den Einsatz nicht so optimal ist.  Hier gibt es einige Spezialwaschmittel:

Meine Oma hielt Essig für die Wunderwaffe im Haushalt. Essig ist nicht nur gesund, gut geeignet bei Speisen, sondern auch beim Waschen.  Essig ist auch ein weit verbreitetes Hausmittel gegen Schweißgeruch. Dazu stellt man eine Mischung aus Wasser und Essig her und badet das Kleidungsstück einige Stunden darin, bis man es in die normale Wäsche gibt. Das kann helfen. Muss es aber nicht.

Bei der Recherche bin ich zudem auf Hygienespüler gestoßen. Diese sollen bei niedrigen Temperaturen Keime abtöten und damit der Geruchsbildung entgegenwirken. Also, das kann man ausprobieren, allerdings ist das nicht die umweltfreundlichste Alternative.  Zudem enthalten diese Stoffe mit dem eleganten Namen wie Butylphenyl Methylpropional. Hygienespüler können auch Allergien auslösen. Daher nur mit Vorsicht zu genießen und hier der Vollständigkeit halber erwähnt. Tipp: Lassen!

Fazit:

Schweißgeruch ist ein Thema für sich. Jeder der im Sommer schwitzt kennt das und einige Leidensgenossen haben dieses Problem das ganze Jahr, dank der Hyperhidrose. Aber es gibt einfache Waschtipps um Flecken und Gerüche zu vermeiden. Auch allgemeine Waschhygiene und eine saubere Waschmaschine tragen bereits dazu bei, dass Kleidung sauber und Flecken zuverlässig entfernt werden. Es gibt auch Zusatzstoffe, aber als Allergiker, sollte man die Inhaltsstoffe vorher genau prüfen.

Trägt man dann die saubere Wäsche, kann man zumindest die Zeit bis zum Eintreten des Geruchs verzögern. Im Allgemeinen helfen aber lockere Kleidung – vor allem aus Leinenstoffen und stete Abkühlung durch Getränke und leichte Speisen. Autogenes Training hilft ebenfalls.

So kann man dem Sommer getrost entgegentreten.

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1 Antwort
  1. KLeu
    KLeu says:

    Hab das selbe Problem im Sommer. Schwitze und hab Flecken. Meine Mutter bekommt die aber immer gut raus. Mit den Leinen wusste ich nicht.

    Antworten

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