Richtig Waschen

10 Fakten zum richtigen Waschen

Lern richtig Waschen!

Jeder sollte es können: richtig Waschen. Damit die Wäsche nicht nur sauber wird, sondern auch ihre Form behält und einen lange Freude bereitet, ist es wichtig, dass man seine Wäsche richtig wäscht. Mit den heutigen Waschmaschinen ist ein falsches Waschen fast gar nicht mehr möglich, doch es gibt immer noch viele Gefahren, die zu verfärbten T-Shirts, grau gewordener Bettwäsche und ausgeleierte Wollpullis führt. Die Oma wusste noch worauf es beim Waschen ankam, doch Oma kann natürlich nicht immer die komplette Wäsche des Haushaltes waschen. Oft sind es auch nur die kleinen Dinge, die verhindern, dass die Lieblingsjeans beim Waschen eingeht oder das teure Hemd sich so doof verzieht.

Die folgenden 10 Tipps sollen das Waschen erleichtern und böse Überraschungen in Zukunft vermeiden, denn das Waschen kann so einfach sein.

Richtig waschen Fakt 1. Auf die Etiketten achten

Wer klug wäscht, schaut zunächst auf die Etiketten seiner Kleidung. Heutzutage haben alle Kleidungsstücke ein Waschlabel innen eingenäht, welches Auskunft über die maximale Temperatur, die Waschart (Waschmaschine oder Handwäsche) und darüber, ob ein Kleidungsstück geschleudert werden darf oder nicht gibt. Das Etikett verrät auch die Zusammensetzung des Stoffes, was bei der Wahl des Programms wichtig ist.

Richtig waschen Fakt 2. Die Wäsche sortieren

Vor dem Waschen sollte immer die Wäsche sortiert werden. Dabei sollte nicht nur die Farbtöne eine ausschlaggebende Rolle spielen, sondern auch die Stoffe und die benötigte Temperatur. Buntwäsche ist Buntwäsche und Blau und Grün können mit Schwarz oder Braun durchaus zusammen gewaschen werden, wenn bekannt ist, dass alle Textilien nicht färben. Handtücher haben meistens verschiedene Farben, färben jedoch eigentlich nicht ab und können immer zusammen bei 60 oder 95 Grad gewaschen werden. Eine Ausnahme bilden weiße Handtücher, die sollte getrennt gewaschen werden, denn auch sie können Farben aufnehmen.

Eine neue Jeans und insbesondere dunkle Kleidungsstücke müssen getrennt von anderen, helleren Textilien gewaschen werden, da sich bei ihnen in den ersten paar Wäschen noch sehr viel Farbe lösen kann.

Unterwäsche darf zusammen bei mindestens 60 Grad mit Handtüchern gewaschen werden, allerdings sollte man feinere Strings und BHs in einem Waschsäckchen waschen. Bettwäsche sollte allein, mit Vollwaschmittel und immer bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

Richtig waschen Fakt 3. Das richtige Programm für die richtigen Textilien

Richtig Waschen beginnt schon bei der Bestimmung der Stoffe der Wäsche. Wolle erkennt jeder, doch nur weniger erkennen Viskose auf Anhieb, können die verschiedenen Anforderungen von Jersey festmachen und sehen den Unterschied zwischen echter Seide und Kunstseide. Zudem sind viele Stoffe auch Gemische. Nicht selten steht auf dem Etikett zu den Waschhinweisen, dass sich das Kleidungsstück aus drei verschiedenen Stoffen zusammensetzt, die man eigentlich nicht zusammen waschen würde.

Die heutigen Stoffe sind jedoch relativ robust und ertragen auf jeden Fall einen Waschgang bei 40 Grad und eine leichtes schleudern. Wer sich nicht sicher ist, kann natürlich auch immer auf die Waschhinweise gucken und danach den Wasch- und Schleudervorgang anpassen. Die neueren Maschinen haben allerdings schon eigene Programme für verschiedene Textilarten. So können Jeans, die Sportklamotten und die Seidenblusen einzeln mit den richtigen Programmen waschen, bei denen der richtige Waschvorgang und die maximal erlaubte Schleuderzahl bereits vorprogrammiert sind. Welche Textilien mit welchem Programm gewaschen werden dürfen, erfährt man immer in der Bedienungsanleitung der Maschine. Wem zum Beispiel die Schleuderzahl zu hoch ist, der kann diese auch immer manuell heruntersetzen.

Richtig waschen Fakt 4. Die passende Temperatur

Wir kennen es aus den Filmen: Eine eher ungeübte Hausfrau wäscht die ihre Wäsche und im schlimmeren Fall noch die Wäsche einer anderen Person und heraus kommen stark eingelaufene Kleidungsstücke, die vielleicht noch einer Puppe passen könnten, aber bestimmt keinen erwachsenen Menschen mehr. So schlimm laufen Klamotten jedoch selten ein. Bei einigen Wollsorten könnte dies aber durchaus der Fall sein, weshalb die Wahl der richtigen Temperatur und auch der richtigen Schleuderzahl von wichtiger Bedeutung ist. Wolle sollte man generell bei keiner höheren Temperatur, als bei 40 Grad waschen, hier ist weniger mehr. Bestimmte Kleidungsstücke, wie Kleinkindersachen oder Babybettwäsche brauchen jedoch hohe Temperaturen. Alle Textilien, die schnell mit vielen Keimen belastet werden können, sollten bei 95 Grad gewaschen werden. Neben Kinderkleidung zählen dazu auch Küchenhandtücher und Putzlappen. Nach einer Krankheit muss auch die Bettwäsche und die Handtücher bei diesen hohen Temperaturen gewaschen werden.

Sonst gilt: Für Bekleidungsstoffe reichen maximal 40 Grad. Mit der heutigen Waschtechnik und den modernen Waschmitteln wird die Wäsche bereits ab 30 Grad strahlend sauber und rein.

Richtig waschen Fakt 5. Die Wahl und Dosierung des Waschmittels

Das richtige Waschmittel kann viel ausmachen. Wer lange strahlende Farben haben möchte, der sollte bei dem Kauf des Waschmittels ruhig einen Euro mehr investieren, denn moderne Waschmittel schützen Farbe und Form. Bei der Dosierung sind die Hinweise auf der Packung zu beachten, wobei auch hier der Merksatz „Weniger ist Mehr“ gilt. Waschpulver ist dem flüssigen Waschmittel generell zu bevorzugen, denn in Waschpulver befinden sich kalklösende Stoffe und das Pulver ist umweltfreundlicher.

Jeder Haushalt sollte mindestens ein Vollwaschmittel und ein Colour-Waschmittel zu Hause haben. Mit dem Vollwaschmittel lassen sich gut weiße Textilien waschen und alles, was nicht färbt, denn in einem Vollwaschmittel sind Bleichstoffe beigemischt. Daher sollte man auch keine Buntwäsche mit einem Vollwaschmittel waschen, da diese sonst schnell an Farbe verlieren können. Für bunte Wäsche eigenen sich Colour-Mittel sehr gut. Diese haben bestimmte Substanzen, die die Farbe schonen und die Leuchtkraft der Farbe aktivieren. Dafür kann man mit einem Colour-Waschmittel keine höheren Temperaturen waschen, denn bei mehr als 60 Grad zerfällt die farbschonende Formel im Waschmittel.

Wer Allergien gegen bestimmte Waschmittel hat, der sollte zu sensitiven Waschmitteln greifen oder sich Allergiker-Waschmittel in der Apotheke, beziehungsweise im Reformhaus kaufen.

Richtig waschen Fakt 6. Mit wenig Energie waschen

Alle neuen Waschmaschinen entsprechen heutzutage der Energieeffizienzklasse A+++. Diese ist die höchste Energieklasse und zeigt an, dass die Waschmaschinen nicht nur stromsparende, sondern auch mit wenig Wasser saubere Wäsche waschen können. Dennoch gibt es noch weitere Tricks, um beim Waschen Energie zu sparen. Neuere Waschmaschinen haben zum Beispiel eine Energietaste, die nach dem Waschprogramm gedrückt werden kann und entweder Wasser oder Strom sparen lässt. Darüber hinaus kann man die meisten Waschgänge, besonders normale 30-Grad-Wäsche immer im Kurzprogramm durchlaufen lassen. Weisen die Textilien keine größeren Verschmutzungen auf, so wird die Wäsche auf jeden Fall sauber und rein und man spart Energie. Handtücher, Bettwäsche und Kinderkleidung sollte man aber immer bei 60 Grad waschen, doch auch für diese Temperaturen besitzen moderne Waschmaschinen einen Sparmodus.

Richtig waschen Fakt 7. Die Größe der Maschine ausnutzen

Wer clever waschen, wenige Arbeit haben und ressourcensparend die Wäsche sauber bekommen möchte, der sollte die Größe der Maschine ausnutzen. Waschmaschine, die bis zu 6 Kilo waschen können, sollten mindestens mit 4 Kilo beladen werden, da sich sonst die aufgewendete Strom- und Wassermenge nicht lohnt. Neue und moderne Waschmaschinen haben Sensoren, die die richtige Wassermenge bemessen, der benötigte Strom bemisst sich oft nach dem zu erwärmenden Wasser und der Menge der Maschine. Bevor man eine große Maschine mit nur 2 Kilo Wäsche befüllt, sollte man sich fragen, ob man nicht noch ein bisschen Schmutzwäsche sammeln sollte oder noch andere Textilien mitwaschen kann.

Beim Kauf der Maschine sollte die Entscheidung für oder gegen ein Modell auf von der Größe der Waschmaschine abhängig gemacht werden. Ein Singlehaushalt braucht in der Regel nur eine kleine Waschmaschine und würde mit einer großen zu viel Energie verbrauchen. Allerdings sollte man die Waschmaschine auch niemals zu voll beladen, denn dann besteht die Gefahr, dass die Wäsche nicht richtig sauber, das Spülen nicht ausreicht oder die eigentliche Schleuderleistung nicht erreicht wird.

Richtig waschen Fakt 8. Flecken vorher behandeln

Damit das Waschergebnis zur vollen Zufriedenheit führt, sollte man hartnäckige Flecken vorbehandeln. Zu hartnäckigen Flecken zählen Blut, Obstflecken, eingetrockneter Kaffee, Kugelschreiben, Rotwein und Tinte. Flecken sollte man am besten behandeln, wenn der Fleck noch frisch ist, denn eingetrocknete Flecken lassen sich schwerer entfernen. Blut bekommt man am besten mit kaltem Wasser rausgerieben, denn bei heißem Wasser verklumpen die Proteine im Blut und setzen sich fester im Gewebe fest und verlieren ihre Wasserlöslichkeit. Rotwein bekommt man fast immer mit Salz oder Gallseife hinaus. Einfach ein bisschen Salz mit Wasser vermischen, einreiben und gut ausspülen. Auch Zitronensaft und Mineralwasser können den Fleck verschwinden lassen. Obstflecken kann man mit Essig oder Zitronensaft und Mineralwasser beseitigen und Kugelschreiber und normale Tinte lösen sich am besten beim Zitronensaft und Ölflecken sollte man ein bisschen Butter ( keine Margarine) in den Fleck einreiben, bevor der Stoff in die Waschmaschine kommt.

Mittlerweile gibt es auch zahlreiche chemische Reiniger zur Fleckenbeseitigung. Allerdings sind diese nicht für jeden Stoff geeignet und können dem Stoff zum Teil die Farbe nehmen. Zur richtigen Anwendung ist daher immer die Beschreibung genau zu lesen.

Richtig waschen Fakt 9. Die Wasserhärte wissen

Die Wasserhärte sagt aus, wie kalkhaltig das normale Trinkwasser ist. Jedes Trinkwasser enthält eine gewisse Menge an Calciumcarbonat (Kalk), der sich oft an dem Heizstab der Waschmaschine und auch an Wasserhähnen als weiße bis graue, pulvrige Schicht absetzt. Je härter das Wasser, desto schneller können Waschmaschinen verkalken.

Allerdings spielt die Wasserhärte auch bei der Dosierung des Waschmittels eine große Rolle, denn je weicher das Wasser, desto schneller schäumt es. Waschmaschinen, die in Regionen mit weichem Wasser stehen, sollten also mit weniger Waschmittel auskommen, als Waschmaschinen, die in Regionen mit hartem Wasser stehen. Der Wasserhärtegrad kann bei der Stadt erfragt werden.

Richtig waschen Fakt 10. Nicht in der Sonne trocknen

Nach dem Waschen hängen viele Menschen ihre Wäsche zum Trocknen gerne in die Sonne. Allerdings sollte man direkte Sonneneinstrahlung vermeiden, da somit die Farben der Buntwäsche ausbleichen könnten und weiße Wäsche aufgrund der Farbeigenschaften der Textilfarbe einen Gelbstich bekommen könnte. Hierbei würde auch kein Colour-Waschmittel mehr eine gegensätzliche Wirkung erzielen. Ein warmer schattiger Platz ist immer die beste Lösung. Helle Bettwäsche kann aber gerne in der Sonne trocknen.

10 Fakten zum Waschen.

Unsere 10 Fakten zum richtigen Waschen haben Ihnen hoffentlich einen guten Überblick gegeben, was zu beachten ist um lange von seiner Wäsche zu profitieren. Haben Sie weitere Tipps und Tricks? Dann her damit!

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