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Ein Ratgeberartikel zum Thema Duftstoffe in Waschmittel und wie Sie damit umgehen können

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Das Beste an frischer Bettwäsche ist der Geruch. Wenn Sie abends in Ihr frisch gemachtes Bett steigen, sind es die Düfte, die es uns gemütlich machen und das Bett sauber und frisch riechen lassen. Reinigungsmittelhersteller wissen seit langem, wie menschliche Reize auf bestimmte Duftstoffe reagieren und nutzen dies daher bei der Produktion von Reinigungsmitteln.

„Frische Brise“, „Frühling“ oder „Meeresrauschen“ sind nur Beispiele dafür, wie die verschiedenen Düfte von Waschmitteln gekennzeichnet sind. Was die Düfte und Aromen in uns bewirken sollen, sieht man in der Werbung für Waschmittel und Weichspüler: Verliebte, die am Strand spazieren gehen, eine Frau im weißen Kleid über einer Wiese mit Blumen und Lilien, die im Wind wehen, stehend in einem Raum mit weit geöffnetem Fenster. Aber was sind die Gerüche und warum mögen wir Waschpulver?

Was sind Duftstoffe?

Fast jedes organische Objekt hat seinen eigenen Geruch, aber wir können sie nicht alle mit unseren Riechzellen wahrnehmen. Die Substanzen, die wir riechen können, werden als Duftstoffe bezeichnet. Wenn diese Gerüche ebenfalls positiv bewertet werden und nach unseren Wahrnehmungen riechen, handelt es sich um Gerüche. Natürliche Duftstoffe kommen hauptsächlich in Pflanzenteilen, wie Blüten oder Früchten, vor oder werden chemisch hergestellt. Aber auch viele chemische Duftstoffe basieren auf pflanzlichen Substanzen.

Aber auch Menschen und Tiere haben Gerüche, die vor allem der Erhaltung oder dem Überleben von Arten dienen. Einige Düfte werden verwendet, um Sexualpartner anzulocken und andere Feinde abzuschrecken. Sogar menschlicher Schweiß riecht wie ein Parfüm, weil das andere Geschlecht bestimmte Substanzen im Schweiß unbewusst als attraktiv wahrnimmt. In der Pflanzenwelt werden Düfte auch zur Fortpflanzung eingesetzt, um Insekten und Vögel zur Bestäubung der Blüte anzulocken oder um Fressfeinde abzuwehren. Pflanzliche Duftstoffe können leicht extrahiert, konzentriert und in Duftstoffe wie Parfüms eingearbeitet werden.

Aus was bestehen Parfümöle?

Parfümöle werden als Duftstoff in Waschmitteln verwendet. Diese Parfümöle, auch Duftöle genannt, werden aus Blüten, Früchten, Blättern, Samen, Holz, Wurzeln, Zuckern und Alkoholen gewonnen. Streng genommen handelt es sich bei Parfümölen um ätherische Öle der Pflanzenteile, die meist durch Wasserdestillation aus den Pflanzenteilen gewonnen werden. Ätherische Öle haben eine geringere Dichte als Wasser und schwimmen unter den richtigen Bedingungen von Druck und Wärme auf der Wasseroberfläche, von der sie abgeschöpft werden können. Darüber hinaus können die Pflanzenöle auch durch Kaltpressung oder Einweichen in bestimmten Lösungen gewonnen werden.

Die meisten dieser Öle sind fettlöslich, ohne selbst Fette zu enthalten und sind nicht wasserlöslich, obwohl es Ausnahmen gibt. Damit aus ätherischen Ölen Parfümöle werden können, müssen verschiedene Öle miteinander gemischt werden, um einen angenehmen Duft zu erzeugen. Da die Konzentration der ätherischen Öle sehr hoch ist, müssen sie oft stark mit Alkohol verdünnt werden, bevor sie weiterverwendet und z.B. Waschmitteln zugesetzt werden können.

Warum besitzen Waschmittel Parfümöle?

Ein Reinigungsmittel ist auch zum Anziehen gedacht. Es soll zwar keine Insekten oder Sexualpartner anlocken wie in freier Wildbahn, aber es soll positive Erinnerungen beim Verbraucher wecken. Der Geruch soll dem Produkt eine Individualität verleihen, die der Verbraucher mit Erlebnissen assoziiert und somit einen Wettbewerbsvorteil für das Produkt auf dem Markt schaffen. Darüber hinaus sollen Duftstoffe in Waschmitteln andere Düfte überdecken und frisch gewaschenen Textilien einen frischen und sauberen Touch verleihen.

Wie wirken Düfte auf den menschlichen Körper?

Auch Düfte sind immer attraktiv. Sie sollen bestimmte Reflexe und Reaktionen im Gehirn anziehen oder abstoßen und auslösen. Positiv besetzte Gerüche ziehen Menschen und Tiere an, negativ besetzte können sogar eine Fluchtreaktion auslösen.

Unser Gehirn kann zwischen mehreren tausend Gerüchen unterscheiden, wobei nicht nur die Geruchszellen, sondern auch die Verarbeitung der empfangenen Stoffe im Gehirn eine große Rolle bei der Wahrnehmung von Gerüchen spielen. Wie genau die Mechanismen im Gehirn funktionieren und welche neurologischen Prozesse ablaufen, ist noch nicht erforscht. Es ist jedoch eine Tatsache, dass manche Menschen bestimmte Düfte attraktiv finden und andere ablehnen. Dabei spielt das Prinzip der Konditionierung und des Lernens aus Erfahrung eine Rolle. Und dann gibt es noch Düfte, die bei allen Menschen die gleichen positiven Gefühle hervorrufen und die deshalb oft Kosmetika und Waschmitteln zugesetzt werden. Dies sind z. B. bestimmte Zitronendüfte.

Ein Geruch wird in drei Phasen wahrgenommen, der Kopfnote, der Herznote und der Basisnote. Wenn jemand zum ersten Mal einen Duft riecht, nimmt er zuerst die Kopfnote wahr, die das Interesse an dem Duft wecken soll. Kopfnoten sind oft blumige Düfte oder Zitrusnoten. Die Herznote eines Duftes wird erst nach etwa 10 bis 15 Minuten wahrgenommen und verkörpert den eigentlichen Duft. Hier dominieren blumige und holzige Noten. Was von einer Geruchskombination über einen längeren Zeitraum übrig bleibt, ist die Basisnote. Diese besteht aus Moschus, Vanille und balsamischen Noten und ist im Vergleich zu den Kopfnoten sehr weich und süß.

Welche Duftstoffe kommen in Waschmitteln vor?

Damit jedes Waschmittel individuell duftet, setzen die Hersteller auf unterschiedliche Duftstoffmischungen, obwohl einige Parfümöle in jedem parfümierten Waschmittel zu finden sind. Die Waschmittel- und Kosmetikindustrie verwendet etwa 2500 bis 3000 verschiedene Duftstoffe, die auf unterschiedliche Weise gemischt werden können. Auch Waschmittelhersteller setzen auf die Wirkung von Kopf-, Herz- und Basisnoten und mischen in der Duftkonstellation ihrer Waschmittel sowohl frische Noten und Zitrusdüfte, als auch florale Noten und milde wie Vanilleöle. Ein Waschmittel enthält also gleichzeitig mehrere Parfümöle. Die Namen der Parfümöle werden in der Regel in chemischen Begriffen ausgedrückt und heißen Hexylzimtaldehyd, Dihydromyrcenol oder Citronellol. Für eine genaue Spezifikation der Düfte fragen Sie am besten den Hersteller.

Können Parfümöle Allergien auslösen?

Leider gehören Duftstoffe und Aromen in Waschmitteln zu den Inhaltsstoffen, die häufig Allergien auslösen können. Aus diesem Grund hat die EU bereits eine Reihe von Substanzen für die Verwendung in Wasch- und Reinigungsmitteln verboten und eine Kennzeichnungspflicht für alle Duft- und Aromastoffe eingeführt. Unter den in der Produktion verwendeten Parfümölen gibt es 26 Parfüms, die sogar ein starkes allergenes Potential haben. Daher sollten Menschen mit einer Neigung zu allergischen Reaktionen oder empfindlicher Haut die Verwendung von Waschmitteln, die diese Substanzen enthalten, vermeiden. Allergiker-Reinigungsmittel enthalten in der Regel keine Duftstoffe und können problemlos verwendet werden. Eine Überdosierung von Waschmitteln sollte jedoch auch bei Nicht-Allergikern vermieden werden, da eine hohe Konzentration von Duftstoffen schnell zu einer Sensibilisierung führen kann.

Zu den 26 besonders allergieauslösenden Stoffen zählen:

  1. Amyl Cinnamal
  2. Benzyl Alcohol
  3. Cinnamyl Alcohol
  4. Citral
  5. Eugenol
  6. Hydroxycitronellal
  7. Isoeugenol
  8. Amylcinnamyl Alcohol
  9. Benzyl Salicylate
  10. Cinnamal
  11. Coumarin
  12. Geraniol
  13. Carboxaldehyd Hydroxyisohexyl-3-Cyclohexene
  14. Anise Alcohol
  15. Benzyl Cinnamate
  16. Farnesol
  17. Butyphenyl Methylpropional
  18. Linalool
  19. Benzyl Benzoate
  20. Citronellol
  21. Hexyl Cinnamal
  22. D-Limonene
  23. Methyl-2-Octynoate
  24. Alpha-Isomethyl Ionone
  25. Evernia Prunastri Extract
  26. Evernia Furfuracea Extract

Waschmittel ohne Duftstoffe?

Für Allergiker zu empfehlen.


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