Bei hohen Temperaturen Waschen

Ein Ratgeberartikel über die die richtigen Temperaturen beim Waschen

Wir waschen unsere Kleidung regelmäßig, weil wir das Gefühl haben, dass sie durch das Tragen dreckig geworden ist. Dabei müssen noch nicht einmal Flecken oder Schmutz auf den Anziehsachen sein, nach ungefähr einen bis drei Tagen kommt das Oberteil, der Rock, die Hose und das Hemd in die Waschmaschine. Laut Umfragen waschen viele Menschen lieber bei hohen Temperaturen über 60 Grad Celsius, weil sie dann das Gefühl haben, dass die Wäsche sauberer ist, als wenn sie nur bei niedriger Temperatur gewaschen wird. Doch nicht alle Textilien mögen heiße Temperaturen und nicht immer muss es das Kochwaschprogramm sein. Wann Sie am besten eine hohe Temperatur beim Waschen einstellen und welche Kleidungstücke das mögen, erfahren Sie hier.

Warum bei hohen Temperaturen waschen?

Jede Waschmaschine besitzt die Möglichkeit bei 90 Grad Celsius oder mehr zu Waschen. Einige Waschmaschinen lassen den Verbraucher entscheiden, ob er dafür das spezielle Kochwaschprogramm verwenden möchte oder manuell das Baumwollprogramm beim 90 bis 95 Grad durchlaufen lässt. Beim Kochwaschprogramm wird die Wäsche jedoch nicht gekocht, sodass sie in der Maschine anfängt zu blubbern, sondern lediglich bei sehr hohen Temperaturen zwischen 90 und 95 Grad Celsius gewaschen. Die Temperatur bleibt nicht den ganzen Waschgang so heißt, sondern kühlt um ein paar Grade ab, wobei das neu eingepumpte Wasser immer die Ausgangstemperatur besitzen wird.

Mit hohen Temperaturen sollen hartnäckiger Schmutz, Fette und Bakterien wie Keime aus den Textilien gelöst werden. Fette und Schmutz lassen sich mit den heutigen Waschmitteln auch gut bei niedrigeren Temperaturen hinauswaschen. Da Bakterien und Keime jedoch auch Tenside überstehen könnten, sollten Textilien, die mit Bakterien und Keimen in Kontakt gekommen sind unbedingt bei 90 Grad gewaschen werden, damit diese sich nicht in den Geweben vermehren und Krankheiten auf Menschen und Tiere übertragen.

90 Grad ist gut für die Waschmaschine

Zudem empfehlen sich 90-Grad-Waschgänge auch für die Pflege der Maschine. Auch in der Waschmaschine und in den Schläuchen können trotz des regelmäßigen Durchspülens Bakterien und Keime hängenbleiben, die irgendwann auf die Wäsche übergehen kann. Einmal in zwei Wochen sollte die Maschine ruhig bei 90 Grad gewaschen werden, wobei auch ein Leerdurchlauf möglich ist. Hohe Temperaturen beugen jedoch auch eine Verkalkung der Maschine vor, denn bei Hitze löst sich der Kalk von der Oberfläche und kann mit dem Wasser wegtransportiert werden.

Welche Stoffe vertragen hohe Temperaturen (nicht)?

Viele Stoffe vertrage das Waschen bei 90 Grad sehr gut, doch nicht alle Textilien mögen heiße Bäder. Baumwollstoffe, Leinen und Mischgewebe können ruhig bei 90 Grad gewaschen werden. Diese Fasern sind robust und lassen viel mit sich machen. Allerdings könnte es passieren, dass mit der Zeit die Farbe ausbleicht und das Kleidungsstück ein wenig einläuft, weil sich die Fasern bei der Hitze etwas zusammenziehen. Ob ein Kleidungsstück bei 90 Grad gewaschen werden darf, steht auf dem eingenähten Waschlabel der Kleidung beschrieben.

Kunststofftextilien wie Acryl, Nylon, Polyester und Fleece sollte nicht bei 90 Grad gewaschen werden, da das Kunststoffgewebe bei hohen Temperaturen strapaziert wird und brüchig werden könnte. Dasselbe gilt auch für Sportkleidung, weil hier oft die Ansicht naheliegt, Schweiß, Hautpartikel und Fette müssten bei hohen Temperaturen gewaschen werden. Doch Funktionskleidung lässt sich einfach reinigen und braucht nur 40 Grad.

Empfindliche Fasern wie Wolle und Seide sollten niemals bei 90 Grad gewaschen werden, sondern nur im Handwaschprogramm bei 30 Grad.

Was sollte bei hohen Temperaturen gewaschen werden?

Es gibt jedoch einige Textilien, die unbedingt bei hohen Temperaturen gewaschen werden sollte, damit sie wirklich sauber und rein sind. Dies gilt zum Beispiel für Bettwäsche, in der man meistens länger als nur 3 Tage schläft und in denen sich neben Hautpartikeln und Körperfette auch Bakterien gerne absetzen. Damit diese restlos beseitigt werden, empfiehlt sich eine Waschtemperatur von 90 Grad. Dasselbe gilt für Handtücher, mit denen wir sowohl im Gesicht, als auch im Intimbereich in Kontakt kommen, weshalb diese keimfrei sein sollten.

Daneben sollte Babykleidung und Babywäsche bei 90 Grad gewaschen werden, weil Kleinkinder noch ein schwächeres Immunsystem haben als erwachsene Menschen und bekanntlich gerne in einer dreckigen Umgebung spielen.

Mit der normalen Unterwäsche ist es so eine Sache. Zum einen braucht Unterwäsche besonders nach Krankheiten und Pilzbefallen hohe Temperaturen, zum anderen vertragen bestimmte Unterwäschetextilien wie Polyamid und Elasthan keine hohen Temperaturen. Wer eine schwere Krankheit hat, sollte aus hygienischen Gründen immer Baumwollunterwäsche tragen.

Alternativen zum Waschen mit hohen Temperaturen

Damit nicht jede Ladung Wäsche, in der ein Slip oder ein Oberteil vom Kleinkind beiliegt gleich bei 90 Grad gewaschen werden muss, kann man auch zu bestimmten Waschmitteln greifen, die mit ihrer Waschkraft den Nachteil von niedrigeren Temperaturen wettmachen. Alle Vollwaschmittel enthalten heutzutage eine körperverträgliche Bleiche, die auch gegen Bakterien und Keime vorgeht und somit gut bei Waschgängen mit 40 oder 60 Grad eingesetzt werden kann. Dabei sollte man jedoch auf Waschpulver zurückgreifen, da dieses eine höhere Waschleistung hat. Die Marken Ariel, Persil und auch die hauseigenen Marken von Aldi und Lidl werden in verschiedenen Tests immer mit sehr gut bewertet.


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