Waschmaschine schleudert nicht

Aquastop bei Waschmaschinen

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Mit einem Aquastop ist eine Waschmaschine ein zuverlässiger Begleiter. In großen Haushalten wird jeden Tag Wäsche gespült, gewaschen und gereinigt und bringt viele positive Überraschungen, wenn der eine oder andere Fleck ausgewaschen werden konnte. Damit die Waschmaschine lange Zeit ein zuverlässiger Begleiter im Haushalt bleibt, muss sie gut gepflegt werden. Aber trotz der guten Pflege kann es gelegentlich passieren, dass Sie nach Hause kommen und die Wohnung überschwemmt ist, weil die Waschmaschine defekt ist. Meist sind es nur „kleine“ Schäden, ein gebrochenes Ventil, ein undichter Siphon oder ein Leck im Schlauch, aber der Schaden für die Wohnung und im schlimmsten Fall für den Nachbarn ist enorm. Aus diesem Grund wurde ein Wasserstoppsystem für Waschmaschinen erfunden, um den Austritt größerer Wassermengen zu verhindern.

Was ist ein Aquastop?

Auch bei der besten Waschmaschine kann es ein Leck geben, so dass die Wohnung überflutet wird. Um jedoch zu verhindern, dass mehr Wasser austritt als in der Maschine vorhanden war, gibt es Aquastops. Aquastop, oft auch Wasserstopp genannt, ist ein Sicherheitsmechanismus, der bei einem unbeabsichtigten Wasseraustritt nach dem Wasserhahn den weiteren Durchfluss von neuem Wasser verhindert. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Zulaufschlauch, das Wassersystem in der Waschmaschine oder der Ablaufschlauch gebrochen ist. Mit einem Aqua-Stop kann ein größerer Wasserschaden verhindert werden, da kein neues Wasser nachfließen kann.

Es gibt zwei verschiedene Arten von Aquastop-Systemen, ein mechanisches und ein elektronisches. Mechanische Aquastops werden direkt am Wasserhahn angebracht, wo sie verhindern, dass mehr Wasser einfließt. Elektronische Aquastops werden in moderne Haushaltsgeräte eingebaut und geben Signale, um zu verhindern, dass neues Wasser aus dem Gerät gesaugt wird.

Wie funktioniert der Aquastop mechanisch?

Es gibt drei verschiedene mechanische Funktionsweisen von Wasserstopps. Zum einen gibt es den Schlauchplatzsicherung, der nach dem Prinzip des Druckverlustes arbeitet. Im Versorgungsschlauch herrscht ein kontinuierlicher Druck, der durch die Waschmaschine und ihren Wasserbedarf aufrechterhalten wird. Bei einem Leck im Zulaufschlauch sinkt der Druck, weil viel Wasser austritt. Dieser Druckabfall wird durch den Schlauchplatzsensor erkannt und bewegt automatisch einen Schieber, der das Wassereinlassventil schließt. Kleinere Lecks werden jedoch von der Schlauchplatzsicherung nicht erkannt, da der Druckabfall zu gering ist.

Darüber hinaus gibt es noch die Zählwerksicherung, die mit einem Zähler ausgestattet ist. Mit diesem Schutz können Sie die Wassermenge einstellen, die über den Zulaufschlauch in die Waschmaschine gelangen soll. Wenn die Maschine den eingestellten Wasserbedarf überschreitet, schließt sich das Ventil und es kann kein Wasser mehr nachfließen. Der Schutz erkennt auch kleinere Lecks und ist daher sicherer als die Schlauchplatzsicherung.

Das dritte aquastop-System ist der doppelwandige Schlauch. Ein doppelwandiger Schlauch hat einen Außenschlauch, der mit einem intumeszierenden Mittel gefüllt ist und schnell und stark aufquillt, wenn er mit Wasser in Berührung kommt. Durch den Druck der Quellung wird das Einlassventil geschlossen und es kann kein Wasser mehr einfließen. Der doppelwandige Schlauch erkennt auch kleinste Lecks, wie z.B. Haarrisse in den Schläuchen der Waschmaschine.

Der Verbraucher kann nur die mechanischen Aquastops nachrüsten. Die Wasserventile sowie die doppelwandigen Schläuche finden Sie in jedem Baumarkt und sind für alle Maschinen und Schläuche erhältlich. In den meisten Fällen werden die Schläuche verkauft, obwohl die beiden anderen Systeme sicherer sind.

Wie funktioniert der Aquastop elektronisch?

Die elektronischen Wasserstopp-Systeme sind einerseits das Watercontrol-System und das Waterproof-System, eine Weiterentwicklung des Watercontrol-Systems. Die elektronischen Aquastops sind in den Geräten installiert und funktionieren über einen Sensor, der Signale über den Wasserstand und die Wasserversorgung sendet. Sobald die eingestellte Wassermenge erreicht ist, gibt der Sensor das Signal zum Stoppen des weiteren Wasserflusses.

Wasserkontrollsysteme können aber auch Fehler in der Maschine selbst messen, so dass der Zulaufschlauch auch bei Undichtigkeiten in der Waschmaschine unabhängig von den Schläuchen geschlossen wird. Zusammen mit einem Aquastop-Schlauch bietet das Watercontrol-System einen kompletten Wasserschutz für Waschmaschinen.

Das Waterproof-System unterscheidet sich vom Watercontrol-System nur dadurch, dass im Aquastop-Ventil zwei Magnetsperren eingebaut sind, so dass bei einem Defekt der ersten die zweite die Wassersperre übernehmen kann.

Wie sinnvoll ist ein zusätzlicher Schutz?

Normale Aquastops gehören zu den grundlegenden Schutzsystemen, die verhindern sollen, dass große Mengen Wasser unbeabsichtigt austreten. Moderne Waschmaschinen verfügen aber auch über einen Vollwasserschutz, ein System, das in der Regel das Austreten von Wasser verhindert und somit nicht nur den Zufluss von neuem Wasser verhindert. Der Vollwasserschutz besteht neben der Wasserstopp-Funktion auch aus einem doppelwandigen Aquastop-Schlauch und einem wasserdichten Basistank, der das Wasser bei Bedarf auffängt. Wenn nun ein Leck auftritt, melden die Sensoren dies und das gesamte Wasser wird aus der Maschine gepumpt. Der komplette Wasserschutz ist daher bei undichten Ablaufschläuchen oder Siphons unwirksam.

Waschmaschinen mit Vollwasserschutz sind in der Anschaffung teurer als Maschinen ohne Vollwasserschutz. Sie haben jedoch einen versicherungstechnischen Vorteil: Die meisten Hausratversicherungen zahlen im Falle eines Wasserschadens nur dann, wenn das Gerät vollständig gegen Wasser geschützt ist oder wenn der Verbraucher die Maschinen nicht unbeaufsichtigt hat laufen lassen. Unter diesem Gesichtspunkt macht eine Waschmaschine mit Vollwasserschutz durchaus Sinn. Alle Waschmaschinen sind jedoch auch mit einem Überlaufschutzsystem ausgestattet, das überschüssiges Wasser abpumpt, wenn die Maschine zu viel Wasser hat. Bei einem Defekt des Pumpenschlauchs oder der Pumpe hilft in den meisten Fällen auch der volle Wasserschutz nicht.


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